2023 Vereinsreise ins Toggenburg

Am Samstag den 3. Juni besammelten sich die Mitglieder des Kirchenchors in Hettenschwil zur alljährlichen Vereinsreise. Pünktlich um acht Uhr machten sich die Chormitglieder zusammen mit Partnern und Dirigenten mit dem Suter Car auf den Weg. Die Reise führte zunächst durch das Surbtal, vorbei an Büsi- und Katzensee nach Kloten. In Anbetracht dessen, dass der Kirchenchor auf Reisen war, wurde natürlich bereits das erste von vielen Liedern gesungen. Wieder einmal spielte das Wetter, dem Anlass entsprechend, mit.
War der Himmel zunächst noch teilweise bedeckt, so klarte dieser im Verlauf des Tages zunehmend auf. Ab Kloten führte die Reise quer durch den Kanton Zürich, am Pfäffikersee und Rapperswil vorbei, Richtung Ricken Pass. In Illnau erfolgte eine kurze Kaffeepause.


Zunächst führte ein Abstecher in die Propsteikirche des Klosters Alt Sankt Johann wo der Kirchenchor, die Gelegenheit ausnutzend, eine Reihe von Liedern wie Il signore ti ristora, Laudate domine, Heaven is a wonderful place und Veni sancte spiritu vor eigens mitgebrachten Publikum und bei grossartiger Akustik sang.
Nach dem Mittagessen im Restaurant Rössli teilten sich die Teilnehmer, je nach Interesse, in verschiedene Gruppen auf. Zum einen Stand ein Besuch der Toggenburger Klangwelt sowie ein Besuch der Probstei Räume und des Kräutergartens auf dem Programm.


Klangwelt Toggenburg
Unter dem Namen Klangwelt Toggenburg werden Aktivitäten und Angebote zusammengefasst, welche die wichtigsten Formen der Musikkultur zwischen Säntis und Churfirsten in der Ostschweiz vermitteln. So war im Haus «Klangschmiede» viel interessantes zu diesen Themen zu erfahren. Das Geläut der Kühe, welches zu Alpauf- und Abzügen getragen wird, hat eine tief verwurzelte Tradition in der lokalen Kultur. Die drei unterschiedlich grossen, wuchtigen Schellen sind auf ganz bestimmte Naturtöne gestimmt. Die grösste wiegt dabei 17.5 kg. Lokale Bauern und Sennen können das Geläut der verschiedenen Herden klar unterscheiden.
In der Glockenschmiede wurden die Themen wie Legierung , Behandlung und die begrenzten Möglichkeiten eines nachträglichen Stimmens interessiert diskutiert. Kennzeichnend für diese einzigartige, in der einheimischen Bevölkerung stark verwurzelte Klangkultur sind die Naturtöne. Dazu gehören Instrumente wie das Hackbrett und das Alphorn, aber auch der Naturjodel, der Alpsegen und die erwähnten Schellen der Kühe. Es ist interessant wie berührend und entspannend Naturtöne auf den Menschen wirken. So werden diese auch in der Therapie eingesetzt. In verschiedenen Experimenten wurden die Wellen und Oberwellen der einzelnen Töne aufgezeigt und welche verblüffende Muster diese in Flüssigkeiten zu erzeugen vermögen.
Raum der Stille, Propstei
Die zweite Gruppe nutzte die Gelegenheit verschiedene Räumlichkeiten der Propstei zu besuchen. Dazu gehört die Ausstellung «Raum der Stille». Diese ist dem Leben und Gebet des Schweizer Nationalheiligen Bruder Klaus und seiner Frau Dorothee gewidmet.
Bummel durch den Klostergarten
Im Klostergarten wird die Verbindung von Nutz- und Heilpflanzen gepflegt. Nahe beim Eingang dominieren die Kräuter, die verwendet und im eigenen Kräuterladen verkauft werden. 200 verschiedene Pflanzen sind im Garten zu finden. Im hinteren Teil wachsen in Beeten auch Nutzpflanzen. Ein gekonnt aufgeschichteter Ast- oder Steinhaufen, Sand- oder Lehmplätze für Wildbienen, viele einheimische blühende Pflanzen sowie die allseits bekannten Bienenhotels; dies alles sind Massnahmen, die der Artenvielfalt dienen. Die ruhige Anlage bot den Besuchern die Möglichkeit ihren Gedanken freien Lauf zu lassen.



Viel zu schnell war es vier Uhr geworden und damit Zeit für die Rückfahrt. Über Wil, Winterthur und der Rheintalstrasse gings zurück nach Hettenschwil, begleitet von Liedern und diversen zum Besten gegebenen Witzen.
Der gemütliche Tag fand seinen Ausklang bei einem Glas (oder zwei) im Garten unserer Präsidentin Angelika Emmenegger. Dafür und für die ganze Vorbereitung und Organisation der Reise gebührt Angelika unser aufrichtiger Dank!
